Husten ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf einen Infekt oder Fremdkörper in den Atemwegen. Besonders grippale Infekte sind häufig von unterschiedlich starkem Husten begleitet und machen dem Betroffenen besonders nachts das Leben schwer. Während der ersten Tage einer Infektion mit Erkältungsviren tritt oft der sogenannte trockene oder unproduktive Husten ein. In dieser Zeit hat sich in den Bronchien noch kein hilfreicher Schleim gebildet, der die Fremdstoffe aus dem Organismus befördern soll; der Hustenreiz ist aber bereits vorhanden und tritt oft bereits beim bloßen Ein- oder Ausatmen auf. Der Husten hat noch keinen lindernden Effekt und stellt für den Körper eine große Belastung dar.
Um dem Organismus zumindest in der Nacht Ruhe zu gönnen, kann trockener Husten vorübergehend mit sogenannten Hustenstillern behandelt werden. Diese unterdrücken den Hustenreiz und sorgen dadurch vorübergehend für eine Verbesserung des Befindens. Geht der Husten in eine produktivere Phase über, in der vermehrt Schleim gebildet wird, darf er aber keinesfalls mehr unterdrückt werden, da die Viren und Bakterien sonst im Körper bleiben und dort unter Umständen größeren Schaden anrichten können. Produktiver Husten wird stattdessen mit Schleimlösern behandelt, um den Abtransport des Schleims zu unterstützen. Zusätzlich sollte der Patient viel trinken und mit ätherischen Ölen inhalieren, um den Heilungsprozess zu beschleunigen.
Viele Hustenmedikamente sind rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Sollten diese nach wenigen Tagen keine spürbare Wirkung erzielen, sollte man einen Arzt aufsuchen. Dieser hat zusätzlich die Möglichkeit, krampflösende Mittel zu verschreiben und, falls nötig, die Infektion mit Antibiotika zu behandeln. Hält der Husten länger als drei Wochen an, ist es ebenfalls ratsam, einen Arzt zu konsultieren, um die Ursache für die Beschwerden abzuklären. Nach Ablauf dieser Zeit ist das Husten bereits als chronisch zu betrachten und kann im schlimmsten Fall ein Anzeichen für eine ernsthaftere Krankheit sein.